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Ist das Kunst – oder kann das Schaf weg?

Ist das Kunst – oder kann das Schaf weg?

„Das kann ja nicht so schwer sein.“

Wer unseren Beitrag über den Relaunch gelesen hat, weiß schon: Bei diesem Satz hätten wir eigentlich vorsichtig werden müssen.

Aber manchmal lernt man eben nicht beim ersten Mal. 😉

Für die Technik ist mein Mann zuständig

Bei uns im Maschenatelier kümmert sich Marcus um die Website, die Technik und all die Dinge am Computer, bei denen ich meistens erst einmal frage: „Und wofür brauchen wir das?“

Auch mit KI beschäftigt er sich viel und probiert aus, wo sie uns Arbeit abnehmen kann.

Eigentlich kennt er sich damit wirklich gut aus. Aber auf das, was gleich kommt, war offenbar auch er nicht vorbereitet.

Beim Stricken sind die Rollen dann eher vertauscht. Aber die Geschichte mit der 2×2-Rippe kennt ihr ja vielleicht schon.

Während unseres Relaunchs warteten jedenfalls neben den großen Ideen auch unzählige kleine Aufgaben auf uns.

Eine davon betraf unser Maschenatelier-Schaf.

Wir wollten doch nur ein anderes Dateiformat

Unser Logo sollte für die weitere Verwendung in ein anderes Format gebracht werden.

Ein überschaubarer Auftrag, fanden wir. Das Schaf war schließlich schon da. Es musste niemand ein neues erfinden.

Marcus hat die Aufgabe also „mal eben“ an die KI delegiert.

Was sollte dabei schon schiefgehen?

Nun ja. Das hier.

Wir haben erst einmal geschaut.

Dann noch einmal.

Ein Schaf war durchaus noch zu erkennen. Auch das Herz war da. Bei der Anordnung der übrigen Bestandteile hatte sich allerdings eine gewisse künstlerische Freiheit eingeschlichen.

War das schon moderne Kunst? Oder hatte unser Schaf den Relaunch einfach anders verarbeitet als wir?

Immerhin: eine ehrliche Selbsteinschätzung

Marcus konnte das natürlich nicht unkommentiert lassen.

Seine Rückfrage an die KI fiel entsprechend kurz aus:

„Meinst du das ernst?“

Die Antwort der KI war ausführlicher. Und überraschend treffend:

„Nein. Das ist deutlich misslungen. […] ich habe stattdessen Formen konstruiert, die weder Proportionen noch Konturen sauber treffen. Besonders Kopf, Ohren, Beine und die äußere Wollkontur sind falsch. Das hätte ich so nicht als ‚professionell‘ ausgeben dürfen.“

Kopf, Ohren, Beine und Wollkontur.

Also praktisch das ganze Schaf.

Immerhin mussten wir die Fehler nicht mehr selbst aufzählen.

Spätestens da haben wir Tränen gelacht.

Auch der Technikexperte bekommt Überraschungen

Zugegeben: Ein bisschen ging der Witz auch auf unsere Kosten. Wir hatten gehofft, eine kleine Aufgabe schnell abhaken zu können. Stattdessen saßen wir vor einem ziemlich eigenwilligen Schaf und lasen dessen ausführliche Mängelliste.

Auch wenn man sich mit Technik auskennt, bekommt man offenbar gelegentlich moderne Kunst geliefert, obwohl man nur ein anderes Dateiformat bestellt hat.

Die Abkürzung war damit keine. Aber sie hatte uns einen sehr lustigen Moment beschert – mitten in einer Zeit, in der es unglaublich viel zu erledigen gab.

Und ganz nebenbei war es eine gute Erinnerung daran, bei vermeintlich einfachen Aufgaben trotzdem genau hinzuschauen. Auch dann, wenn das Ergebnis zunächst sehr selbstbewusst präsentiert wird.

Das Schaf hat inzwischen einen Ehrenplatz

Mein Mann hat sich das Kunstwerk übrigens schon in sein Arbeitszimmer gehängt. Und ich muss jedes Mal schmunzeln, wenn ich es sehe.

Da hängt es nun. Als Erinnerung an unseren Neustart, an eine gründlich misslungene Abkürzung und an einen Moment, in dem wir zwischen all dem Stress einfach zusammen lachen mussten.

Einen passenden Titel hätte ich auch schon:

„Schaf ist fertig. Mit dem Relaunch. Und den Nerven.“

Jetzt seid ihr dran: Hat es seinen Ehrenplatz verdient – oder sollte es lieber zurück auf die digitale Weide? 😉

Eure Sandra