Unser Relaunch – oder: Ist eine 2×2-Rippe ein Körperteil?

Eure lieben Nachrichten zu meinem letzten Beitrag haben mich sehr berührt. Danke für eure Glückwünsche, eure guten Wünsche und dafür, dass ihr euch mit mir über den Neustart freut! Heute möchte ich euch erzählen, was hinter den Kulissen passiert ist – und warum mein Mann inzwischen erstaunlich viel über Socken weiß. 😉
„Das kann ja nicht so schwer sein.“
Das war mein erster Gedanke, als wir beschlossen haben, das Maschenatelier neu aufzustellen. Genauer gesagt: nachdem mein Mann mich davon überzeugt hatte, dass ein Neustart möglich ist. Aber diese Geschichte kennt ihr vielleicht schon …
Der Plan klang jedenfalls ganz einfach: Verstaubtes aussortieren, Bewährtes weiterentwickeln und endlich auch ein paar neue Ideen ausprobieren.
So weit die Theorie.
Einmal alles neu, bitte!
Bei unserer guten alten Website haben wir eine Weile überlegt: Was darf bleiben? Was braucht einen frischen Anstrich? Und was passt eigentlich gar nicht mehr zu uns?
Am Ende fiel die Entscheidung ziemlich deutlich aus: Alles ganz neu!
Dabei begegnete mir ständig ein Wort, das ich vorher gar nicht kannte: „User Experience“. Mein Mann benutzte es inzwischen ganz selbstverständlich. Ich musste erst einmal fragen, was das überhaupt heißen soll.
Im Grunde ging es um etwas, das mir sehr wichtig ist: Wie findet ihr euch auf unserer Seite zurecht? Was macht euch Freude? Und womit können wir euch bei euren Wollprojekten wirklich helfen?
Eine lange Liste für meinen Mann
Schnell war klar: Wir brauchen kleine Werkzeuge, die uns beim Stricken und Häkeln das Leben leichter machen.
Also habe ich überlegt, was ich selbst immer wieder brauche, und meinen Mann mit einer entsprechend langen Liste an den Computer geschickt.
Das war teilweise sehr lustig. Teilweise auch ziemlich anstrengend. Für uns beide. 😉
Marcus kennt sich mit Technik und Computern wirklich gut aus. Trotzdem stellte er am Anfang zuverlässig dieselben beiden Fragen:
„Was ist das?“ und gleich hinterher: „Wofür braucht man das?“
Ich stricke zum Beispiel gerne Socken. Ein Sockenrechner, der mir hilft, die passende Anzahl an Anschlagmaschen zu bestimmen, stand deshalb ziemlich schnell auf meiner Wunschliste.
Eigentlich eine einfache Sache. Dachte ich.
„Was sind Anschlagmaschen?“
„Wer oder was ist ein Rapport?“
„Ist eine 2×2-Rippe ein Körperteil?“
Sagen wir so: Ich habe einiges über Websites gelernt. Und mein Mann einiges über Socken.
Unsere Wolle bleibt bei Etsy
Bei einer anderen Frage waren wir uns dagegen schnell einig: Unsere Wolle verkaufen wir weiterhin über Etsy.
Die neue Website gibt uns Platz für alles, was zum Maschenatelier dazugehört: Farben, Ideen, Wissen, persönliche Geschichten und praktische Helfer. Zum Einkaufen geht es von dort in unseren Etsy-Shop.
Erste Pläne für einen zusätzlichen eigenen Onlineshop liegen zwar schon in der Schublade. Aber die dürfen dort noch ein bisschen bleiben.
Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut. Und Rom hatte vermutlich keinen Sockenrechner.
Fertig? Für den Anfang.
Natürlich lief bei unserem Neustart längst nicht alles glatt. Über die kleinen und großen Katastrophen werden wir hier noch erzählen. Es gab jedenfalls mehr davon, als unser ursprüngliches „Das kann ja nicht so schwer sein“ vermuten ließ.
Auch die Werkzeuge stellen wir euch nach und nach genauer vor: was sie können, wann sie helfen und wie ihr sie für eure Projekte nutzt. Weitere Ideen sind schon in Vorbereitung.
Und wenn euch noch etwas fehlt, schreibt uns gerne. Vielleicht gibt es eine Rechnung, bei der ihr jedes Mal wieder grübelt, oder einen kleinen Helfer, den ihr euch schon lange wünscht.
Ich erkläre das dann meinem Mann. Und … na ja, ihr wisst schon. 😉
Jetzt sind wir erst einmal stolz, diesen ersten großen Schritt geschafft zu haben. Aus vielen Ideen, Fragen und Stunden am Computer ist unser neues Maschenatelier geworden.
Schaut euch in Ruhe um und erzählt uns: Was gefällt euch? Was habt ihr schon ausprobiert? Und was fehlt euch noch?
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen.
Eure Sandra